Maxine Kazis
Ferran Casanova

Maxine Kazis

Eigener Sound. Eigene Optik. Eigener Kopf.
Die neue Offenheit im Pop hat einen Namen: Maxine Kazis.

Eine CD samt Begleitschreiben, mit einer jungen Frau auf dem Cover, erreichte uns. Eine von vielen, die Redaktionen täglich bekommen. Doch das Schreiben weckte Interesse. Denn es war von Peter Plate (ehemals Rosenstolz, aktuelle Projekte: Sarah Connor „Muttersprache“, Soundtracks zu den Kinoerfolgen „Bibi & Tina“) verfasst. Er lud zu einem Konzert mit einer neuen Künstlerin, Maxine Kazis, und beschrieb sie so: „Als ich Maxine kennenlernte, wusste ich sofort: Von der komm ich so schnell nicht los – dazu war ich zu fasziniert, besessen und überzeugt. Als die Zeit ins Land zog und aus dem Mädchen Maxine eine junge Frau wurde – und dazu noch die übrigen Lebenskrisen hinzukamen wie: falsche Männer wollen einen, die richtigen will man nicht, doch die richtig Falschen nimmt man – da war uns beiden klar: Wir müssen zusammen Musik machen – elektronische, verzweifelte, optimistische, melancholische. Wir fingen an zu schreiben, haben viel miteinander gelacht und geweint, gestritten, uns in den Armen gelegen. Wir fingen dieses Projekt als Freunde an und sind es immer noch.“ Wer Peter Plate lange kennt, weiß, dass dies keine Promotionfloskeln sind. Da brennt jemand für etwas! Nach dem überzeugenden Konzert traf SCHALL. die beiden, um zu erfahren: Wer ist Maxine Kazis? Ein Generationengespräch.

In welche Richtung es bei der künstlerischen Berufswahl gehen sollte, war dir anfangs noch nicht richtig klar?
Maxine: Ohne mir bewusst zu sein, was eine „Musicalausbildung“ so richtig bedeutet, habe ich es gegoogelt, mich in Hamburg an einer Schule beworben, die sehr tanzspezialisiert war und wurde angenommen. Tanz, Gesang, Schauspiel. Nach einer Verletzung musste ich mich umorientieren und habe den Schwerpunkt auf Gesang gelegt. Nach vier Jahren Hamburg kam ich nach Berlin und habe bei einem Casting Peter und Ulf von Pop-out kennengelernt, die für ein Projekt eine neue Stimme suchten. Wir verstanden uns auf Anhieb! Ich war aber noch zu jung, ich wusste nicht so recht: Schauspiel oder Musik? Peter riet mir: „Lass dir Zeit. Schau dich um.“ Ich ging drei Jahre ans Theater nach Kiel und das erste Projekt war „Romeo & Julia“, als Musical. Ich bekam die Rolle der Julia. Ab da wusste ich, was ich wollte – Musik! Ich habe in Kiel gekündigt und bin nach Berlin zurück. Seit dem Frühjahr 2015 schreiben und produzieren wir.

Peter, was ging dir bei eurer ersten Begegnung durch den Kopf?   
Peter Plate: Es war irgendwie unheimlich. Ich bin weder gläubig noch esoterisch, habe aber sofort eine Seelenverwandtschaft gespürt. Einerseits sehr schön – andererseits hatte ich Angst, einer jungen Frau zu versprechen, ich bringe sie groß raus ... das geht nicht.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 6 (Herbst 2016).

SCHALL. präsentiert „Die Evolution der Maxine Kazis“-Tour.

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