Alin Coen
Chris Gonz

Alin Coen

Keine Angst vor dem großen Klang
Alin Coen haucht ihre zarten Balladen mit Orchester im Rücken.

Eigentlich ist es ein intimer Moment. Die Sängerin betrachtet im Mondschein den geliebten Menschen im Schlaf und feiert ihn heimlich hymnisch: „Du bist so schön!“ Alin Coen hat ihr inniges Liebesgeständnis auf dem Album „Nah“ und bei Auftritten meist solo am Klavier gesungen.

Seit einiger Zeit aber bringt sie ihre zarten, oft hingehauchten Balladen auch mit einer gefühlsverstärkenden Breitwandversion auf die Bühne. So ging sie 2018 und 2019 mit der STÜBAphilharmonie auf Tour. Jetzt kommt das Orchesteralbum heraus. Die große Ouvertüre ist natürlich „Du bist so schön“ – und jetzt schwelgen hier die Streicher und die Bläser.

Dabei war es ursprünglich ein Zufall, der Alin Coen mit der STÜBAphilharmonie zusammenbrachte, erzählt sie beim Gespräch in einem Café am Rande des Berliner Gleisdreieck-Parks. Das Orchester, das ehrenamtlich zusammenspielt und sich im thüringischen Stützerbach zusammenfand (deshalb STÜBA), arbeitete schon länger bei Crossover-Projekten mit Popmusikern zusammen, etwa mit Clueso und De-Phazz. Als sich eine geplante Kooperation mit den Mighty Oaks zerschlug, sprang Alin Coen mit ihrer Band kurzfristig ein. Kontakte gab es über das Management des Erfurter Zughafens schon seit einigen Jahren.

Die Auftritte mit 50-60 Leuten im Rücken waren eine ganz neue Erfahrung für Alin Coen – doch gar nicht mal beim Singen. „Da bin ich voll in meinem Element“, betont sie. „Überfordert war ich nur, wenn ich nichts zu singen hatte. Bei längeren Orchesterpartien bin ich lieber von der Bühne gegangen.“

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 29 (Winter 2022).

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