Kraftklub
Philipp Gladsome

Kraftklub

Frisch verliebt
Mehr Kraftklub denn je.

Erst drei Platten in fünf Jahren, dann fünf Jahre keine Platte: Im Interview zum neuen Album „Kargo“ sprechen Kraftklub-Frontmann Felix Kummer
und Gitarrist Steffen Thiede über ihre lange Pause, den Spaß im Kollektiv und beängstigende Zustände in Chemnitz.

Wenn in den ersten fünf Jahren einer Karriere so viel und dann solange gar nichts passiert: Verliert eine Band da nicht Momentum?
Felix Kummer: Ich glaube nicht, dass die Pause dem Momentum schadet. Wir entschlossen uns nach dem Sommer 2018 ja bewusst zu einer Pause. Wir hatten davor schon länger das Gefühl, Luft holen zu müssen, ein wenig Abstand zu bekommen. Davor ist einfach sehr viel in sehr kurzer Zeit passiert, das ist schon ganz richtig. Diese Pause habe ich dann auch noch für mein Soloalbum genutzt. Danach wieder mit der Band im Proberaum zusammenzukommen, das war das schönste Gefühl überhaupt. Alles war so frisch, so neu. Besser hätte es wirklich nicht laufen können. Die ersten Konzerte, die wir dann gespielt haben, waren dann auch einfach magisch. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.
Steffen Thiede: Es fühlt sich eigentlich gar nicht so lang an, wenn ich ehrlich sein soll. Sicher ist es unsere bisher längste Pause zwischen zwei Alben, zusätzlich in die Länge gezogen von Corona. Doch eigentlich waren Kraftklub ja noch bis 2018 live aktiv.

Sind Kraftklub auch nach der Pause immer noch Kraftklub? Fühlt sich die Band noch gleich an?
Felix Kummer: Wie sind mehr Kraftklub denn je. Wir sind frisch verliebt.
Steffen Thiede: Eine Pause kann einer Beziehung auch mal gut tun. (lacht).

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 28 (Herbst 2022).

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