De-Phazz
Claus Geiss

De-Phazz

Ein zutiefst optimistischer Mensch
De-Phazz und die Grooves, die glücklich machen.

Der Herbst ist wieder ins Land gezogen. Die Temperaturen sinken gemächlich aber kontinuierlich . Kälte nistet sich im Leben ein. Umso herrlicher, dass die neue De-Phazz-Produktion namens „Jelly Banquet“ den Sommer zurückbringt.

Man sieht sich an irgendeinem imaginären Strand sitzen, mit dem unvermeidlichen Cocktail-Glas in der Hand blickt man versonnen spärlich bekleideten Menschen hinterher, die man niemals kennen lernen wird. Und schwelgt zu den Klängen von „Jelly Banquet“. Gelegentlich wird man von unsichtbarer Hand vom Barhocker gezerrt, weil man gar nicht anders kann, als sich beschwingt tanzend den unwiderstehlichen Rhythmen hinzugeben. Das Heidelberger Projekt De-Phazz macht auf „Jelly Banquet“ wie immer das, worin seine große Stärke besteht: Den Hörerinnen und Hörern jede Menge Glückshormone zu entlocken. Dieses Mal allerdings in noch umfangreicherem (Ton-)Umfang als bis dato gewohnt. Denn es gibt was zu feiern! 1997 – also vor genau einem Vierteljahrhundert – rief Mastermind Pit Baumgartner, der große Zampano hinter der Crew mit stetig wechselnden Mitgliedern, De-Phazz ins Leben. Seither ist viel passiert: 17 Alben sind entstanden, die Konzertsäle werden von Tour zu Tour größer, die akustischen Gäste werden stetig berühmter. Ein langsamer Entwicklungsprozess, dessen Weg unbeirrt nach oben führt.

Der zutiefst bodenständige Baumgartner lebt und arbeitet in einem kleinen Ort zwischen Heidelberg und Mannheim. Der 1964 Geborene ist alleinerziehender Vater eines mittlerweile 19jährigen Jungen, der laut Pit „eher ein Kumpel denn ein Sohn“ ist. Ansonsten verbringt er nach eigener Aussage „mehr Zeit im Studio als sonst irgendwo. Dieser Platz ist mein Heiligtum, mein Zuhause.“ Gelegentlich teilt er dieses Refugium mit Gästen, die ihm dabei helfen, einer neuen Produktion den Feinschliff zu verpassen. Bei den Aufnahmen zu „Jelly Banquet“ waren es besonders viele. Wobei die meisten Beiträge, „dank“ Covid-19, mit Hilfe von Files via Computer hin- und hergejagt wurden, ehe sie optimal klangen.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 28 (Herbst 2022).

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