LEA
Calvin Müller

LEA

Aus meiner Welt
Bei LEA ist alles im Fluss.

Ihre Kreativität lässt sie sich nicht stoppen. Mit Gelassenheit und einem Strom frischer Ideen sowie dem Willen ihre Wege frei zu wählen, schlägt LEA ein neues Kapitel in ihrer Karriere auf. Selbstbewusst und Selbstbestimmt.

Wir sitzen in einem Hinterhof-Café in Berlin-Kreuzberg, einen Tag nach der Bundestagswahl, in einem September, der sich fast wie „nach der Pandemie“ anfühlt. Und können trotzdem nur wieder feststellen, dass die letzten eineinhalb Jahre ihre eigene Zeitrechnung waren. Eine, die nun umrahmt wird von den letzten beiden Alben von LEA, denn „Treppenhaus“ erschien gerade erst vor eineinhalb Jahren, direkt bevor das Chaos alles veränderte.

Seit ihrem Debüt „Vakuum“ von 2016 hat Lea sich mit ruhiger Selbstverständlichkeit einen Platz unter den bekanntesten und erfolgreichsten Künstler:innen Deutschlands erspielt. Eine Karriere, die nur aufgrund ihrer Musik abhob und kein Brimborium oder großes Theater benötigte, um gehört zu werden. 2018 ging es mit „Zwischen meinen Zeilen“ so auch konsequent in die Top Ten der Albumcharts. Kollaborationen mit Casper oder Capital Bra, Max Raabe oder Mark Forster zeigten, dass sie die Anerkennung der Szene ebenso schnell fand, wie die Liebe der Fans. In den Schatten stellen lässt sie sich dabei nie.

Und jetzt schon „Fluss“ - und viel ist passiert bei ihr, keinerlei Stillstand: „Auch wenn es sich erst nicht so angefühlt hat, es geht immer weiter“, sagt sie. Doch nicht nur neue Lieder sind entstanden, sondern auch ein eigenes Label wurde geboren. Mit Treppenhaus Records steht sie nun endgültig auf eigenen Füßen – gerade weil sie über die Jahre ein festes Team gefunden hat, mit dem sie zusammen arbeitet. Trotzdem fand sie schon im Sommer die Zeit, um wieder auf Tour zu gehen. Es ist also an der Zeit, dass wir in Ruhe updaten, was in ihrer Welt genau geschehen ist.

Wie waren die Sommer-Open Airs?
Die waren traumhaft! Wir versuchten so nah an ein normales Konzert heranzukommen, wie möglich, aber es durften „nur“ maximal 1000 Leute jeweils dabei sein. Deswegen haben wir zwei Auftritte pro Tag gemacht. An diesen Showtagen habe ich drei Stunden pro Tag gesungen! Was stimmlich ein Desaster ist, das sollte man nicht machen, eigentlich. Die Stimme braucht Zeit, um sich zu regenerieren …

Hattest du dann reichlich von der guten alten Hühnersuppe dabei?
Ich lebe ja vegetarisch, aber was ich immer dabei habe, ist eine Ingwerknolle und Zitrone für Tee. Deswegen brauchte ich immer eine Ingwerreibe hinter der Bühne, aber viele Veranstalter dachten, das wäre unwichtig und haben die weggelassen (lacht). Der Tee ist das, wovon ich mich auf Tour ernähre.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 25 (Herbst 2021).

(0 Stimmen)
Schlagwörter :

Ähnliche Artikel

Mehr in dieser Kategorie:

Die Ärzte »