Kontra K
Rubinov Eugene

Kontra K

Die Bedeutung des Hais
Kontra K will zurück in den Schatten.

Der Berliner Rapper schreibt Tracks über gute, feige Männer und solche, die Tapferkeit als Tugend selbstbewusster und selbstgewählter Freiheit verstehen.

Vielleicht ist es eine Mischung aus dem, was frühere Generationen in Jack Londons „Wolfsblut“ und in Hermann Hesses „Steppenwolf“ sahen. Nur eben zirka hundert Jahre später. Der Höhenflug von Kontra K begann 2010. Richtig abheben durfte die Musik des Berliners Maximilian Diehn 2015, als „Aus dem Schatten ins Licht“ auf der Nummer zwei landete. Was nur der Anfang war, denn mit „Aus dem Licht in den Schatten zurück“ ist seit 2016 nun das sechste Kontra K-Nummer eins-Album in Folge veröffentlicht worden. Doch „Gold ist nichts wert, wenn man es nicht teilen kann“, findet der Künstler. Deshalb ist die für November geplante „Der Sonne entgegen“-Tour trotz aller Unsicherheitsfaktoren bereits komplett durchgeplant. Auch, um seine Mitarbeiter in schwierigen Zeiten in Lohn und Brot halten zu können, wie Diehn im Interview betont. Überhaupt zeigt sich der Rapper – oder besser: Musiker, Komponist und Textdichter – auch im dritten gemeinsamen Interview von seiner freundlichen und sozialen Seite.

„Aus dem Licht in den Schatten zurück“ ist nunmehr das zehnte Kontra K-Album. Wie ist der wahnsinnige Output von einem Album fast jedes Jahr zu begründen?
Ich bin ja bereits seit 2008 dabei. In der Zeit sind zehn Alben doch okay.

Aber das Vorgängerwerk „Vollmond“ erschien gerade mal acht Monate zuvor.
Ich muss ehrlich sein, das neue Album habe ich nicht in sechs Monaten geschrieben. Ich habe es in mir getragen und dann, als ich soweit war, aufgeschrieben und fertiggestellt. Ich hatte viele Ideen, die ich über Jahre mit mir getragen habe. Diese habe ich nun lediglich beendet. Einfach deshalb, weil ich viel mehr Zeit hatte, mich darauf zu konzentrieren. Es gab keine Ablenkung, es gab keine Tour, es gab keine Proben. Es gab wenig Interviews. Ich hatte viel Zeit mit mir selbst. Das war perfekt gewesen.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 24 (Sommer 2021).

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