SCHALL.
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Ina Müller
Sandra Ludewig

Ina Müller

Nochmal!
Möchten wir nicht alle wie Ina Müller sein?

Ein Gespräch über magische Momente mit Johannes Oerding, ihr Suchtpotenzial, Raucherküsse und ihren steilen Weg nach oben.

Laut, hibbelig und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen: So kennt man das norddeutsche Allroundtalent Ina Müller aus ihrer TV-Sendung „Inas Nacht“, in der sie Prominenten und Künstlern gerne Geheimnisse entlockt. Doch alle Jahre wieder bringt sie auch selbst neue Musik heraus und erzählt in den Songs aus ihrem Leben. Auf dem neuen Album „55“, das sie nach „Weiblich, ledig, 40“ und „48“ abermals nach ihrem Alter benannt hat, offenbart sie wieder ohne innere Zensur die Details ihres Lebens und Fühlens – und wir sind ganz Ohr!

Ina, beim letzten Album sagtest du: „Ich hoffe, es kommt noch mal so ein Leidenschaftsschub für irgendwas zwischen Hund und Plattenlabel gründen.“ Wie sieht es vier Jahre später bei dir aus?
Das Plattenlabel habe ich nicht gegründet. Aber das mit dem Hund will ich immer noch. Ich frage mich auch jeden Tag, warum ich das nicht schaffe, mich nicht traue. Es muss bei mir aber auch Liebe auf den ersten Blick sein. Ich kann da nicht so rational rangehen: vier Jahre alt, Hündin, von der Straße. Ich muss mich leider direkt verlieben, damit ich sie gern im Haus hab. Ist ja beim Menschen auch so.

Hast du sonst etwas geschafft?
Ich habe es geschafft, zu überleben und ein neues Album zu machen. Und das ist schon ganz schön viel. Ich denke ja nach jedem Album: Das war’s! Ich werde nie wieder Ideen oder Themen haben, und dann geht’s doch immer wieder weiter.

Andere verschweigen ihr Alter, du gehst mit der 55 nach vorne.
Ich fand es ganz lustig, ein Pop-Album „55“ zu nennen. In dem Alter ist man als Frau im Popbusiness eigentlich schon wieder zu Hause. Mir war nur wichtig, dass die Fotos dazu knallig und bunt und mit viel Licht gemacht werden. Bei Wohnungen sagt man ja immer: „Lage, Lage, Lage!“ Wir haben gesagt: „Licht, Licht, Licht!“ Und alles an Blitzlicht rangeschleppt, was in den Raum passte, so wie in den Achtzigern.

Du klingst erstaunlich oft wie Nena auf dem Album.
Wirklich? Ich mag Nena, damit kann ich gut leben.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 22 (Winter 2020).

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