SCHALL.
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Jasmin Tabatabai
Mathias Bothor/photoselection

Jasmin Tabatabai

Hauptsache Gefühl!
Jasmin Tabatabai und das Erbe der Diven.

Jasmin Tabatabai, die attraktive Dame mit dem so harmonischen wie für deutsche Zungen nicht eben leicht auszusprechenden Namen, ist eine der ganz großen und bekannten nationalen Kino- bzw. TV-Miminnen – und mittlerweile auch Sängerinnen.

So hat sie den Kinohit „Bandits“ im Angebot, ein launiges Road-Movie mit Katja Riemann, Jutta Hoffmann und Nicolette Krebitz an der Seite. Fast eine Million Zuschauer freuten sich 1997 über den anarchischen Gangsterplot, in dem vier Frauen im Knast eine Band gründen, unverhofft fliehen können – und sich auf der Flucht eine Riesenschar Fans sichern. Da ist die Kommissarin Mina Amiri in der ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin“, deren Einsätze Millionen von Fernsehzuschauern regelmäßig verfolgen. In etlichen anderen renommierten Krimi-Reihen ist die Deutsch-Perserin gleichfalls präsent. Und auch Tabatabai, die Sängerin, ist keine Unbekannte. In den 90ern gründete sie die Frauen-Popband Even Cowgirls Get The Blues. Anno 2011 erschien ihr erstes Solowerk mit deutschsprachigen Liedern, wofür die Dame, Jahrgang 1967, mit einem „Echo-Jazz“ ausgezeichnet wurde. Jetzt ist CD Nummer drei, „Jagd auf Rehe“, in den Handel gekommen. Ein wilder Reigen aus Jazz, Chanson, Folk und Orientalischem, vorgetragen in Deutsch, Englisch, Französisch und Persisch. Produziert worden ist „Jagd auf Rehe“, wie Tabatabais Vorgängeralben, vom Baseler Musiker und Komponisten David Klein. „Ich bin sehr sehr stolz auf diese Platte“, lacht das Energiebündel vergnügt vom anderen Ende der Telefonleitung.

Warum machen Sie „Jagd auf Rehe“? Was mögen Sie nicht an diesen eigentlich putzigen Tieren?
Ich mag Bambi, das gleich vorweg! (lacht) Tatsächlich geht es bei diesem durchaus provokanten Titel um etwas ganz anderes. Es ist die Übersetzung des alten, traurigen, persischen Liebesliedes namens „Shekare Ahoo“, welches sich auf meiner neuen Platte befindet. Der bekannte iranische Musiker Mohsen Namjoo hat es für mich ausgesucht. Ich kannte es vorher schon, allerdings nur vage, aus meiner Kindheit. Deshalb hat die Interpretation nur am Rand mit Heimweh und Sehnsucht zu tun. Doch es ist eine berührende Nummer, die ich liebend gerne ins Repertoire aufgenommen habe.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 20 (Sommer 2020).

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