Anna Loos
Kristian Schuller

Anna Loos

Vom Zauber einer Schnapsidee
Wie Anna Loos ihr Solodebüt in die Welt brachte.

Anna Loos ist Schauspielerin und Sängerin, die, wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, es auch durchzieht. In ihrer Karriere wirkte sie bis heute in über 80 Film- und TV-Produktionen mit, 2006 sprang Anna als neue Frontfrau bei Silly ein und veröffentlichte mit der Band vier Alben. Da bei Silly momentan keine neue Veröffentlichung geplant ist, verwirklicht sie nun einen anderen lang gehegten Wunsch: ein Soloalbum. „Werkzeugkasten“ wird es heißen, über zwei Jahre hat sie daran gearbeitet. SCHALL. traf Anna Loos in Berlin und sprach mit ihr über Freundschaften, Familie und Schnapsideen.

Anna, dein Solodebüt steht in den Startlöchern. Die Erwartungshaltungen sind sehr groß. Wie kam es zum Entschluss, musikalisch einen solistischen Ausflug zu unternehmen?
(lacht) Sind die Erwartungshaltungen groß? Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie mein erstes Solo-Album bei den Menschen ankommt. In den zwei vergangenen Jahren haben sich bei mir viele Dinge gesammelt, man könnte auch sagen angestaut, aus denen ich Songs machen wollte. Als ich Anfang 2017 begonnen hatte zu arbeiten, wurde mir bewusst, das alles sind Stationen, Momente aus meinem Leben. Und irgendwann kam der Moment, an dem ich mir sagte: Gut, da mache ich jetzt wirklich ein Album draus. Ein nächstes Silly-Album war nicht geplant, und da ich generell nicht so der Stillsitzer bin, war auch allen klar, dass ich nicht warte, sondern mache.

Wer hat dich bei der Umsetzung unterstützt?
Allen voran mein Freund und Produzent Mic Schroeder. Nachdem ich ein paar Nummern fertig hatte, fuhr ich regelmäßig ins Studio und spielte sie Mic vor. Er sagte: „Schöne Nummer, aber das ist nicht dein Song. Das bist nicht du.“ Ich bin dann immer zurück nach Hause in mein kleines Studiokämmerlein und hab wieder von vorn angefangen. Dabei wurde mir klar: Das, was ich suche, finde ich nur in Themen und Momenten aus meinem Leben. Irgendwann kam dann der Schlüsselsong – schon beim Schreiben dachte ich, okay, das ist es. Mit der Nummer bin ich dann zu Mic und er war begeistert. Ich habe viele Monate geschrieben und dann begannen wir mit der Produktion. Wir haben Wochen und Monate gemeinsam im Studio verbracht. Mit dabei waren die Instrumentalisten Conrad Oleak, Sönke Reich, Jens Schneider und Jonathan Kluth. Ich vertraue sehr auf Mics Urteil. Er versucht einen Künstler zu begreifen und zu sehen, gibt seine hundertprozentige Leidenschaft in jedes Projekt und ist immer ehrlich. Außerdem möchte ich hier auch meine bezaubernde Managerin Josephine Garvey und ihr Team erwähnen – Josie hat mich nicht nur immer ermutigt, sie ist die beste Managerin der Welt und ihre Kreativität und ihre Leidenschaft sind umwerfend. Ohne Josie und ihre Mädels wären die Songs nicht aus dem Keller rausgekommen.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 15 (Winter 2019).

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